Natürliche Familienfotos

Natürliche Familienfotos: Wie das geht und ihr euch dabei wohlfühlt und Spaß habt

„Wir möchten keine gestellten Fotos, sondern ganz natürliche Familienfotos aber du sagst uns dann schon was wir tun sollen, oder?”

So oder so ähnlich kommen viele Kunden zu mir. Die Idee von natürlichen Familienfotos finden alle toll aber wie geht das überhaupt? Wie sieht so ein Fotoshooting in der Praxis aus?

Heute verrate ich euch meine Tricks und meine Arbeitsweise, wie ihr nicht nur zu ungestellten, authentischen Fotos kommt, sondern dabei auch wirklich Spaß habt.

Die Vorbereitung auf das Shooting

Das Geheimnis für natürliche Familienfotos ist meiner Meinung nach die Vorbereitung.

Ich möchte vor dem Shooting schon etwas mehr über euch wissen. Seid ihr eher ruhiger und zurückhaltend oder sprudelt ihr vor Energie? Was finden eure Kinder lustig, wie bringt ihr sie zum Lachen? Was macht ihr am Wochenende gern zusammen? In welchen Momenten fühlt ihr euch als Familie besonders wohl / seid ihr euch besonders nah? Das und noch viel mehr kläre ich mit euch vorab am Telefon, sodass wir am Tag des Shootings schon Anknüpfungspunkte haben.

Denkt nicht zu kompliziert

Überlegt euch einfach, wie ihr eure Kinder zuhause zum Lachen bringt. Das ist je nach Alter sehr unterschiedlich. Fingerspiele sind z.B. bei Babys und Kleinkindern total beliebt (Kommt ein Mäuschen, baut ein Häuschen, etc…)

Wie bereite ich meine Kinder auf das Shooting vor? Was ist wenn mein Kind nicht mitmacht?

Diese Fragen kommen ganz oft aber eure Bedenken sind unbegründet. Erzählt euren Kindern, was wir im Vorfeld besprochen haben. Z.B. „Wir machen heute einen schönen Ausflug in den Park und nehmen dazu Seifenblasen und ein Picknick mit. Carmen wird auch kommen und schöne natürliche Familienfotos von uns machen.“ Etwas worauf sich die Kinder freuen. Nicht so: Wir machen ein Fotoshooting und wenn du brav bist, bekommst du danach ein Eis. Das suggeriert schon, dass es keinen Spaß machen wird und klingt eher nach Arztbesuch.

Zu Beginn unseres Shootings gebe ich meist kleine Regieanweisungen und ganz oft entwickelt sich dann eine eigene Dynamik. Ihr dürft und sollt Quatsch machen und euch bewegen. Überhaupt ist Bewegung und Action immer super für ungestellte, fröhliche Familienfotos. Kinder, die nicht still sitzen können sind für mich kein Problem.

Aber auch ganz in Ruhe das Lieblingsbuch anschauen, kuscheln oder Fingerspiele sind tolle Momente, in denen man die Liebe zwischen euch festhalten kann. Wenn ihr euch ganz auf eure Kinder konzentriert, vergesst ihr die Kamera recht schnell und die Kinder genießen das richtig.

Spontan bleiben und Zeit lassen

Kinder sind total spontan und reagieren automatisch auf ihre Umgebung. Lasst sie machen. So wie bei diesem Bild:

Oder hier:

Dieser Brunnen lag auf dem Weg und meist ist die Reaktion der Eltern, die Kinder vom Wasser fern zu halten. Diese Familie hat es einfach “regnen” lassen. Es war ein fröhlicher Ausklang des Shootings.

Der richtige Ort für die Familienfotos

Neugeborenenfotos oder Familienfotos zuhause = Homestory

Eine Homestory (so nennt man ein Shooting zuhause) ist genau das richtige in den ersten Tagen / Wochen nach der Geburt. Die Fotos zeigen noch mehr von euch persönlich, nämlich eurer Zuhause. Das liebevoll eingerichtete Kinderzimmer bzw. die ganze Wohnung. Fotos, wie ihr euer Baby wickelt, wiegt und stillt. Aber auch mit älteren Kindern funktioniert das gut. Sie fühlen sich vertraut in ihrer Umgebung und sind zuhause oft weniger schüchtern. Egal ob Kissenschlacht oder Kuscheln im Familienbett. Dabei entstehend mal Fotos, die die Umgebung etwas mehr zeigen aber auch Nahaufnahmen, bei denen man nicht sofort sieht, wo sie gemacht wurden. Und man ist komplett wetterunabhängig.

Ein Familienshooting draußen

Dafür gibt es unendlich viele Möglichkeiten. Es könnte der Park mit dem Lieblingsspielplatz der Kinder sein. Ein Bummel durch die Stadt. Ein Ausflug in die nähere Umgebung, den Wald oder ein Shooting in eurem Garten. Bei beliebten Plätzen (Park) ist es natürlich am Wochenende eher ungünstig. Das muss man bei der Auswahl der Location auch berücksichtigen. Gemeinsam überlegen wir, welcher Ort sich wann am besten eignet.

Mein Motto – Mein Stil

Inszenieren wo nötig aber eben auch machen lassen. Herausarbeiten was eure Familie ausmacht. Individuell und persönlich, nicht nach Schema F. Das nennt man übrigens Lifestyle-Fotografie. Also Fotos, die euren individuellen Lebensstil zeigen. Jeder definiert es etwas anders und die Übergänge sind fließend aber anders als bei rein dokumentarischen Familienreportagen bin ich nicht nur stumm dabei sondern beeinflusse das Geschehen hin und wieder aktiv. Mein Ziel ist es, hauptsächlich fröhliche, innige Momente zwischen euch festzuhalten.

Ganz wichtig: nicht die ganze Zeit in die Kamera schauen

Es spricht nichts gegen klassische Familienfotos, bei denen alle zu mir schauen aber das ist oft schnell erledigt und dann fokussiere ich mich auf die schönen Familienmomente zwischen euch. Am Anfang muss man sich kurz daran gewöhnen. Wir wurden jahrelang auf „Cheese-Fotos“ getrimmt aber richtig ungestellt wirken genau die Fotos, auf denen man nicht in die Kamera schaut und ihr euch eben miteinander beschäftigt.

Wann ist der richtige Zeitpunkt für Familienfotos?

Den richtigen Zeitpunkt gibt es nicht. Es gibt nur verpasste Momente und Kinder werden richtig schnell groß. Auch die Jahreszeit ist unwichtig. Man kann zu jeder Jahreszeit tolle Bilder machen. Ihr geht ja auch das ganze Jahr über raus und nicht nur im Sommer. Also wenn ihr jetzt denkt „Ja so ein Familienshooting ist längst überfällig“ dann meldet euch und wir vereinbaren einen Termin. Ich freue mich darauf!